BRIMBRORIA Kongress - PROGRAMM draussen, ReferentInnen aktualisiert!

In der Sparte „Programm“ kann man sich ab jetzt über den Ablauf und die ReferentInnen schlau machen. Zusätzlich haben wir die und Ziel- und Themensetzungen der einzelnen Kongresstage nochmal aufgeschlüsselt. Bei dem Programm bleibt sicher kein Auge trocken.

Unter „ReferentInnen“ findet man handliche Informationen zu den eingeladenen ReferentInnen, d.h. wann und wo sie auf dem Kongress auftauchen, worüber sie sprechen werden und was sie außerhalb von irgendwelchen Kongressen machen um ihre Brötchen zu verdienen.

Wir wünschen frohes Stöbern!

Trackback URL für diesen Blogeintrag

http://www.brimboria.net/trackback/50

Vielleicht solltet ihr diesen Herren noch als Referenten einladen: http://taz.de/1/leben/medien/artikel/1/interview-fake-bei-neon/

Super-Fake mit den gefälschten NEON-Interviews ;)

Habt ihr die "bluthilde"-Heinis wenigstens auch mit eingeladen?

Das Blog von denen ist so ziemlich die absolute Härte: http://bluthilde.wordpress.com/

Für Heute, ein Nachhall

Ein Kommentar zum Brimboria-Kongress in LIEpzig, 16.04-18.04.2010

Als umherschweifende Konsumenten verlernten wir erneut in LIEpzig das tanzen auf dem Trümerhaufen, als Teil einer konsumierenden Masse die ihre eigene Rolle im Paartanz Wir-mit-dem-Kapitalismus nicht reflektiert, wir ließen uns vom Podium führen um im Gleichschritt neben das Tanzmuster zu treten, es von außen zu betrachten und zu meinen wir wüßten wie getanzt wu/ürde.
In die unterkühlte Halle traten ein, der Vollzeitaktivist, die Künstlerin, die grüne Nachwuchjugend und ihre Parteigenossen, die Trendscouts, Journalist_innen, der Nerd, Möchtegernfernsehstars und zu guter letzt die zufällig und gefühlsmäßig hereingeratene Bekanntschaft.
Angekommen in der Manege der Verwertungsbalz bestand das angekündigte Frühstück aus wiederaufgewährmten Kaffee mit stehendem Löffel und aus der Beobachtung des Restaufbaus der notwendigen Produktabfangtechnologien, hier ein Mikro, da eine Kamera, ein dutzend technikaffiner Kabelausroller, niemand der ein Frühstück vorbereitet oder davon eine Ahnung hat, es lebe die Bagelindustrie.
Wofür waren sie eigentlich da, die Parteigänger die sich Anregung für ihre nächste Kampagne suchen, der Journalist der ein Thema und irgendwas Kreatives fürs nächste Buchcover braucht, die Youtube-Produzentinnen, der Künstler der sein Portfolio aufbessert?
Ihnen gemeinsam scheint der Wille sich Skills und Regeln der Vermarktung anzueignen, wofür ist nicht geklärt, denn Schwerpunkt des Kongresses ist die Entwicklung der optimalsten Reflektionsvermeidungsstrategie, es lebe die virtualisierte Debatte.
Die Klärung der eigenen Rollen ist nicht notwendig um festzustellen das sie existent sind, nur was fangen wir mit ihr an, wofür nehmen wir sie an?
Dafür das wir zu einem späteren Zeitpunkt uns im Guerilla Kampf in Marketingstuben bei Scholz & Friends, Jung von Matt, wunderman, Heye & Partner, Proximity und DDB befinden oder unser Leben bei Springer & Jacoby lassen? (Die Aufzählung erfolgt an dieser Stelle so ausführlich wegen den google-Rankings) Aufmerksamkeit organisierend für das falsche Leben, um von ihm abzulenken? Was tut ihr da? Ihr seid eine Antwort schuldig, wenn die Frage "Was tun?" schon geklärt sein zu scheint.

Möge man sich auf den Streit um zuviel Theorie, Praxis, Praxis der Theorie oder "theoretischer Praxis" (sic! das war wohl ein freudscher Versprecher eines Referenten) einlassen. Am Ende ging es scheinbar darum die Gegenwart, das Jetzt, die Situation in der mensch sich befindet nicht zum Gegenstand zu machen, nimmt man die abschließende Diskussion außen vor die dies strukturell in Ansätzen erst möglich gemacht hat. Wozu also über Strategien sprechen?
Die Organisation konzentrierte sich auf die Theorie-Priester als Apologeten der youtube-selfmarketing-generation, auch wenn diese sich selber zaghaft versuchten dagegen zu wehren, sie bespielten die Unmöglichkeit eines solchen Kongressvorhabens und stellten sich damit der unbewussten Aufgabe linke Strategien zu konservieren und als Produkt in die Marketingsupermärkte zu bringen, Buy Bye Revolution.
Was hielt den "Praktiker" davon ab praktisch zu werden? Was den "Theoretiker" unhaltbare Zustände des Kongresses zu sezieren und auf schon längst gemachte Erkenntnisse hin zu überprüfen, wann/wo wird es eine theoretische Auswertung geben, welche Vereinbarungen gibt es über die Orte an denen sie Platz finden werden, überlassen wir dies dem Zufall, der Beliebigkeit, der "theoretischen Praxis", die es unbestritten geben wird?
Sauber eingepackt gab es den Versuch des Verkaufs als "Bestandsaufnahme" um darüber hinwegzutäuschen das "Workshops und Aktionen" nicht stattfanden. Selbst diese Bestandsaufnahme war unvollständig, die Historisierung der Situationistischen Internationale ist unzureichend, es fehlten die Situationisten, ihr werdet sie nicht finden sie sind überall.

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd><blockquote>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.